Was tun gegen Heuschnupfen?

Heuschnupfen: Behandlung Gegen Heuschnupfen gibt es wirksame & gut verträgliche Arzneimittel.

Eine gezielte Heuschnupfen-Behandlung hilft nicht nur, lästige Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu steigern, sondern kann darüber hinaus auch der Entwicklung von allergischem Asthma vorbeugen. Zur Behandlung einer Pollenallergie haben sich verschiedene Bausteine bewährt.

Was hilft gegen Heuschnupfen?

Eine bekannte Methode, um Heuschnupfen-Symptome zu bessern, ist die sogenannte Allergen-Karenz. Dabei wird versucht, nicht mit den allergieauslösenden Pollen in Kontakt zu kommen. Da die Allergen-Karenz jedoch kaum zu 100 Prozent umsetzbar ist, sind moderne Mittel gegen Heuschnupfen gefragt, die die Symptome wirksam lindern können.

Daher stehen bei Heuschnupfen ausserdem verschiedene Arzneimittel zur Verfügung. Antihistaminika bilden dabei wohl die bekannteste Wirkstoffgruppe. Darüber hinaus können zudem Mastzellstabilisatoren und Glucocorticoide gegen die Beschwerden helfen.

Bei Heuschnupfen kann auch versucht werden, die Ursache zu bekämpfen. Mit Hilfe der Hyposensibilisierung wird der Körper darauf trainiert, die Pollen nicht mehr als „Feind“ anzusehen und diese somit nicht mehr bekämpfen zu wollen.

Allergen-Karenz

Das bedeutet konkret: Meiden Sie den Kontakt zu den Pollen, die bei Ihnen Heuschnupfen auslösen. Es ist daher unverzichtbar, zu wissen, wann „Ihre“ Pollen Hochsaison haben. Der Pollenflugkalender dient hier als erste Orientierung. Beachten Sie auch die aktuelle Pollenflugvorhersage für Ihre Region im Internet oder Radio.

Mittel gegen Heuschnupfen

Bewährte Arzneistoffe wie Antihistaminika können helfen, die Beschwerden bei Heuschnupfen gezielt zu lindern. Diese schwächen die Wirkung des Gewebehormons Histamin ab, indem sie entweder die H1- oder H2-Rezeptoren für Histamin blockieren. Auf diese Weise ist die Bindestelle der Rezeptoren besetzt und das körpereigene Histamin kann nicht andocken. Der Körper setzt zwar weiterhin Histamin frei, es kann seine Wirkung durch die Blockierung jedoch nicht entfalten. Dadurch werden die typischen Heuschnupfen-Symptome wie Niesen, Schnupfen und Augentränen vermindert.

Gut zu wissen: Während Antihistaminika der 1. und 2. Generation häufig zu Müdigkeit geführt haben, ermöglicht das Antihistaminikum Fexofenadin (in Telfastin Allergo®) heute eine rasche und zuverlässige Behandlung von Heuschnupfen, die nicht müde macht.

Weitere Wirkstoffgruppen wie Mastzellstabilisatoren und Glucocorticoide wirken ausserdem antiallergisch und entzündungshemmend.

Antihistaminika für die systemische Behandlung von Heuschnupfen-Symptomen gibt es in Form von Heuschnupfen-Tabletten. Zur lokalen Behandlung von spezifischen Symptomen wie Schnupfen und Augentränen eignen sich Mastzellstabilisatoren als Heuschnupfen-Augentropfen oder Glucocorticoide als Heuschnupfen-Nasenspray.

Hyposensibilisierung – Heuschnupfen

Um die eigentliche Ursache für Heuschnupfen zu behandeln, kommt eine Hyposensibilisierung in Frage. Diese Therapie, die normalerweise von einem Facharzt verschrieben und durchgeführt wird, stellt einen langfristigen Behandlungsansatz dar. Die Therapiedauer kann sich über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren erstrecken. In dieser Zeit werden dem Patienten in regelmässigen Abständen die Allergene der entsprechenden Pollen immer wieder verabreicht. Dabei ist die Erstdosis am geringsten und wird dann im weiteren Behandlungsverlauf gesteigert. Im besten Fall ist man nach der Therapie frei von Heuschnupfen-Beschwerden. Aber selbst wenn sich die Symptome nur verringern, bedeutet das für viele Betroffene bereits eine große Erleichterung.

Allergisches Asthma & Etagenwechsel

Wenn Heuschnupfen nicht behandelt wird, kann das auf lange Sicht zu einem sogenannten Etagenwechsel führen. Das bedeutet, dass der allergische Schnupfen (Rhinitis) in ein allergisches Asthma (auch Asthma bronchiale) übergeht. Etagenwechsel heisst es deswegen, weil dann nicht mehr nur die Schleimhäute in Nase und Rachen entzündet sind, sondern auch die Bronchien. Die durch die Pollenallergie hervorgerufene Entzündung greift also von den oberen auf die unteren Atemwege über.

Wichtig: In manchen Fällen kann eine allergische Rhinitis zu einem allergischen Asthma führen. Die sorgfältige Behandlung der allergischen Rhinitis ist also eine wichtige Grundlage zur erfolgreichen Kontrolle aller Allergiesymptome.

Pollenallergie bei Kindern behandeln

Auch bei Kindern ist eine frühzeitige und gezielte Heuschnupfen-Therapie wichtig. Denn gerade die Kleinen leiden häufig sehr unter den Symptomen. In einem ersten Schritt sollten Sie von einem Facharzt untersuchen lassen, auf welche Pollen Ihr Kind allergisch ist. Denn dann können Sie herausfinden, wann diese Pollen Saison haben und versuchen, sie im Sinne der Allergen-Karenz so gut es geht zu meiden.

Gut zu wissen: Hilfreiche Tipps, damit Ihr Kind gut durch die Pollensaison kommt, erfahren Sie hier. Bei der Heuschnupfen-Behandlung können bei Kindern grundsätzlich ähnliche Medikamente wie bei Erwachsenen eingesetzt werden. Dies gilt natürlich nur, sofern das Medikament auch für Kinder zugelassen ist.

Wichtig: Lesen Sie immer in der Packungsbeilage nach, ob das Arzneimittel für Kinder zugelassen ist bzw. ab welchen Alter und in welcher Dosierung es angewendet werden darf.

Opticrom Allergo® Augentropfen sind beispielsweise bereits für Kinder ab vier Jahren zugelassen und lindern juckende, tränende Augen.

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